Das bin ich:
Unsere kleine Familie setzt sich noch aus mehr Menschen als Hunden zusammen :)
Ich bin glücklich verheiratet und wir haben 3 Kinder - also 5 Zweibeiner.
Aber die Vierbeiner holen immer mehr auf ;-)

Wir haben da
Lotte - aus Dänemark.
Eine Labbimix-Hündin die wir mit 8 Wochen von einer dänischen Fischerin  übernommen haben und die Chef im Rudel ist. Ein Hund, der bisher nur die guten Seiten des Lebens kennengelernt hat.

Pippa - aus Spanien.
Eine Podenco-Pointer-Mix-Hündin die wir mit 7 Monaten aus der Tötung gerettet haben. Als sie zu uns kam, waren wir die 6 "Besitzer" :( Sie ist einfach eine Seele von Hund und würde einen vor Liebe auffressen, wenn das ginge. Körperkontakt ist für sie das Allerwichtigste.

Ronjo - aus Mostar/Herzegowina.
Wer Streunerglück auf Facebook verfolgt, der hat mitbekommen, dass er mit 7 Monaten als dringender Notfall von Streunerglück zu uns gekommen ist und uns (und vor allem meinen Mann) sofort mit seiner charmanten Art um den Finger gewickelt hat. Der Racker macht uns mit seinem Jagdtrieb das Leben nicht gerade leicht, aber nichtsdestotrotz genießt er jetzt bei uns sein Dasein als Kronprinz in vollen Zügen.

Toska (Ziku) - aus Mostar/Herzegowina
Die kleine Zaubermaus habe ich auf Fotos gesehen und mich sofort verliebt. Als es dann hieß, sie soll eingeschläfert werden, weil sie blind ist, habe ich alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit sie in eine Pension kam und dort erst mal sicher war, bis ich sie aus Mostar abholen konnte. Dieser Hund ist der Hammer und rockt hier die Bude - ich weiß nicht, ob wir ihr gewachsen wären, wenn sie sehen könnte. Sie liebt es zu baden und mit dem Ball zu spielen.

Das ist meine Geschichte und mein Antrieb:
Ich habe wirklich lange im Internet nach einem Zweithund gesucht und dabei ist mir das erste Mal bewusst geworden, wie schlecht es Tieren in anderen Ländern geht, wenn sie von niemandem gewollt und nur als Last und Übel angesehen werden. Nachdem wir unsere Pippa aus Stuttgart abgeholt hatten, habe ich mich bei einer Online-Datenbank für Pflegestellen in Norddeutschland eingetragen, weil ich unbedingt aktiv unterstützen wollte - und so ist Streunerglück auf mich aufmerksam geworden. Für Streunerglück habe ich mich entschieden, weil ich es schön fand, von Anfang an bei einem Verein dabei zu sein und weil es in den typischen Urlaubsländern wie Spanien, Italien und Griechenland schon viele Organisationen gibt und diese durch den Tourismus auch eine ganz andere Aufmerksamkeit bekommen. Herzegowina ist durch den Krieg schrecklich gebeutelt, wodurch Tierschutz nur sehr wenig bis gar nicht stattfindet. Und so macht die Arbeit im Tierschutz für mich noch mehr Sinn. Ich weiß, dass das, was wir machen, nur ein ganz kleiner Tropfen in einem riesigen Ozean ist, aber jeder Hund und jede Katze, die wir von der Straße erst ins Streunerdorf holen und dann in ein tolles Zuhause vermitteln konnten, ist ein Schritt in die richtige Richtung!

Das sind meine Aufgaben:
 - Hilfe bei Transporten
 - Vor- und Nachkontrollen
 - Spenden sammeln
- Dauerpflegestelle für Notfälle

Das möchte ich bewirken:
Ich möchte die Einstellung der Menschen zu den Straßentieren ändern und sie dazu bringen, die Hunde und Katzen von der Straße als Lebewesen und nicht als Gegenstand zu sehen. Sie empfinden Schmerz so wie wir und sind keine Trainingsobjekte für Hundekämpfe oder um seinen Frust an ihnen auszulassen. Sie sind auch keine Sache, die man einfach wegschmeißt, wenn man sie nicht mehr gebrauchen kann, sie krank werden, oder sie ihren Job nicht mehr so machen, wie der Mensch es sich vorstellt. Ich hoffe, dass wir die Kinder und Jugendlichen in Mostar erreichen und ihnen einen verständnis- und liebevollen Umgang mit Tieren vermitteln können, damit eine Generation mit mehr Tierliebe und -verständnis heranwächst.

Teile diesen Beitrag: