Kategorie Archive: Erlebnisse hautnah

Rettung Bibi und Tina

Mostar – wie immer war alles dabei

Wir hatten nur zwei Tage Zeit, aber es war wie jedes Mal eine tolle Reise mit wunderbaren Menschen und wahnsinnig-spannenden Eindrücken.

Eines der schönsten Erlebnisse war für mich wie bei jedem Besuch, kleine Leben retten zu können.

So waren wir gerade auf dem Weg zum Unigelände, um uns altbekannte Streuner zu füttern, als ich am rechten Straßenrand plötzlich zwei hinreißend niedliche Welpen erblickte.

Gemeinsam liefen sie Richtung Straße, wahrscheinlich auf der Suche nach Futter. Schnell hielten wir an, und auch die Tierschützerinnen im Auto hinter uns sprangen aus ihrem Wagen.

Einer der Welpen wedelte uns fröhlich – wenn auch etwaszurückhaltend – entgegen, der zweite nahm jedoch sofort Reißaus. Unsere Fütterungsaktion trat sofort in den Hintergrund, denn das mutigere Hundchen entschied sich, dem ängstlichen zu folgen.

Andrea und ich folgten den kleinen Ausreißern, Jeanette und Eio versperrten den Rackern den Fluchtweg. Ich hockte mich hin und sagte sanft: „Ja, hallo! Trau dich doch du Kleine!“ 

Und dann nahm das mutigere Welpchen plötzlich all seinen Mut zusammen und kam schwänzchenwedelnd auf mich zu. Eh ich mich versah, konnte ich das kleine Fellknäuel auf den Arm nehmen.

Dieses Gefühl ist so großartig! Zu wissen, dass dieses kleine Wesen nun die Chance auf eine bessere Zukunft bekommt, ist mit nichts zu vergleichen. Ein kurzer glücklicher Blickwechsel mit Andrea und schon waren unsere Gedanken bei dem Geschwisterchen „unseres“ tapferen Hundekindes.

Das zweite Welpchen hatte viel mehr Angst, aber nach einigen Minuten des Daumendrückens konnte unsere Tierschützerin Emica auch dieses kleine Wesen einfangen.

Und dann haben wir alle um die Wette gestrahlt!
Es stellte sich heraus, dass die Welpen zwei Mädchen und mit großer Sicherheit Schwestern sind. Gemeinsam gaben wir den Mädels ihre Namen!
Die Schätzchen heißen nun: Bibi und Tina

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Die zwei Schwestern sind nun in Sicherheit in einer Pflegestelle in der Nähe von Mostar und dürfen Anfang Mai ausreisen. Hierfür benötigen sie noch eine passende Pflege- oder Endstelle. 
Wenn ihr also Interesse habt, dann meldet euch gerne unter: 
kontakt@streunerglueck.de

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Erlebnisse hautnah…

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... heute erzählt von Katharina aus München. 

Schrei nach Liebe

Endlich mal wieder im Namen von Streunerglück unterwegs. Das wurde auch Zeit für mich! 
Wie immer im Tierschutz, weiß man nicht so genau was auf einen zukommt. 
Aber nach vielen Jahren Streunerglück sehe ich meinen Reise, nach Bosnien und Herzegowina, gelassen entgegen. 
Ein Besuch bei der Delegation Wirtschaft in Bosnien+Herzegowina, kennenlernen der Tierklinik in Sarajevo und der tolle Austausch mit Emica Coric, unserer Kooperationspartnerin aus Mostar vom "Animal Care Centar", haben dieses Wochenende ganz besonders für mich gemacht. 

Besonders hat mich der Besuch im Shelter in Doboj berührt. 

Hier sind 130 Hunde untergebracht. Alle werden tierärztlich betreut, gefüttert und soweit ganz gut versorgt. 
Hier findet sich alles was das Herz begehrt. 
Groß, klein, langes, kurzes oder lockiges Fell. Männlein, Weiblein, schwarz, weiß, bunt oder gefleckt. 
Teilweise sind diese Hunde schon seit Jahren im Shelter untergebracht und leben von Tag zu Tag. 
Bisher wurde Doboj noch von keinem Verein unterstüttz, was wiederum im Umkehrschluss bedeutet dass diese Hunde kaum eine Chance auf eine Familie haben. 
Umso mehr hat mich berührt wie sie auf uns Menschen reagiert haben. Diese Hunde haben nach Liebe geschrien.

So dankbar um ein freundliches Wort, eine streichelnde Hand oder einfach eine Minute Aufmerksamkeit. Ausgehungert nach Liebe, haben viele ihre Chance genutzt und sich uns regelrecht an den Hals geworfen. Immer freundlich, nie wurden wir bedrängt, aber immer präsent waren wir umringt von diesen Herzens-Hunden. 
Gerne hätte ich alle mitgenommen und der Abschied ist mir schwer gefallen. Natürlich wären wir nicht Streunerglück wenn wir nicht allen Hunden ein Vermittlungsverprechen da gelassen hätten  ;-)

Und so sitze ich heute wieder am Schreibtisch, mit einem weinenden und einem lachenden Auge. 
Weinend weil wir sie zurück lassen mussten, lachend weil wir eine Chance dieser Seelen sind auf ein Zuhause. 

Ich bin froh einer so starken Gemeinschaft anzugehören und ich weiß gemeinsam werden wir es schaffen! 

Streunerpower!!

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Erlebnisse hautnah…

…heute erzählt von Steffi aus Hamburg:

Es war mal wieder so weit!

Ein weiterer Trip nach Mostar war geplant - natürlich wie immer mit einem Zwischenstopp in Split!

Das es nicht bei einem Stopp bleiben sollte, wurde einige wenige Tage vorher klar, denn wir wollten noch zwei Katzenstellen kennenlernen, da auf dieser Tour unsere "Katzenhauptverantwortliche" Julia mit dabei war.

So kam es also, dass wir nach 24 Stunden Fahrt (wir sind in Hamburg gestartet) sehr spät abends müde, aber glücklich und um Katzentierschützer reicher, in Mostar ankamen. 

Wir schafften es trotzdem noch, einen Begrüßungstrunk mit Emica (vom Animal Care Centar vor Ort) zu trinken, aber dann ging es sehr schnell ins Bett.

Dieser Trip sollte von daher besonders werden, weil es unsere Aufgaben war, Hunde für das geplante Kastrationsprojekt von der Straße einzufangen.

Ich hatte, ehrlich gesagt, etwas Bammel zuvor.

Zwar wissen wir von den meisten Hunden auf Mostars Straßen, dass sie lieb sind, aber ich konnte es mir trotzdem nicht wirklich vorstellen.

Aber dann ging alles recht schnell.

Wir trafen, von den Fütterungen uns bekannte Hunde, begrüßten sie, boten ihnen an, ins Auto zu steigen, und schon hatten wir die ersten Kastrationsprojektmitglieder - die zum Glück nicht ahnten, was ihnen bevorstand 

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... erzählt von Jeanette und Oliver (und Rambo) aus Hamburg: 

Am 16.04.2016 kam unser Kroate Rambo bei uns an. Seitdem war klar, dass unser nächster Urlaub in das Land geht, wo er herkommt.

Wir buchten schlussendlich Trogir, knapp 20 Minuten weg von Split und dem „Animalis Center“.

Wir wollten Spenden mitnehmen und...

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