Dogo

Wir trauern um dieses kleine Dogo-Mädchen.
Sie starb leider noch bevor wir ihr überhaupt einen Namen geben konnten.
Aber auch ohne Namen werden wir sie immer in unseren Herzen behalten.

Ihre Geschichte:

Einen Namen hatte sie nicht, aber eine Geschichte, die erzählt werden muss, um mit ihrem kurzen Leben auf die Hunderassen aufmerksam zu machen, die unberechtigt einen schlechten Ruf haben.
Diese kleine Dogo-Argentino-Hündin schaffte es nicht, das Jahr 2014 zu begrüßen. Sie starb an extremer Unterernährung. Ihr Körper war leider schon zu schwach, als sie gefunden wurde. In den Bergen ausgesetzt und auf sich gestellt. Ein zartes Wesen, klein und noch mehr als unschuldig. Wieso schreiben wir unschuldig? Ja, weil leider auch in Mostar die als Kampfhunde bekannten Rassen öfter für illegale Hundekämpfe missbraucht werden. In der Stadt sprechen Tierliebhaber über diese Grausamkeit, die in Kellern von Wohnhäusern oder Ruinen stattfindet. Eine unserer Tierschützerinnen vor Ort erzählte uns, dass zahlreiche Straßenhunde den „Vorbereitungen“ dieser „Veranstaltungen“ dienen. Genauer gesagt werden harmlose Straßenhunde dazu missbraucht, um den „Killer-Instinkt“ dieser dazu getriebener und erzogener „Kampfhunde“ aufrecht zu erhalten. Und Opfer dieser Grausamkeit bleiben dabei stets die Hunde - sowohl die Kämpfenden, wie auch die von ihnen Gejagten. Gegen diese Problematik, dieses Treiben wird nicht offiziell vorgegangen. Warum? Auf diese Frage gibt es leider keine sicheren Informationen, sondern nur Spekulationen, weshalb wir an dieser Stelle auch nichts dazu sagen möchten.
Eines sind aber die Hunde wie unser kleines Dogo-Mädchen „ohne Namen“ in Mostar und seiner Umgebung leider auch geworden - „Mode“. In diesem Sommer konnte man zahlreiche Menschen mit diesen schönen und starken Tieren an der Leine auf den Straßen spazieren gehen sehen. Natürlich befinden sich darunter auch seriöse Besitzer, die ihre Hunde als Familienmitglieder behandeln und halten, doch wenn Tiere zur Mode in Mostar werden, muss man leider nicht selten damit rechnen, dass diese auch vermehrt ausgesetzt werden. Und leider steigt die Zahl bestimmter Hunderassen nicht nur in den Familien als Haustier, sondern auch auf den Straßen als ausgesetzte Tiere von Mostar. Wenn dem Menschen die Fürsorge für ein Tier zu viel Arbeit bereitet, dann wird das Tier einfach auf einer Landstraße in den Bergen ausgesetzt, so wie unsere kleine Regenbogenstreunerin. Als wir ihre Bilder sahen, waren wir sehr gerührt und nahmen uns vor, für ihr Leben zu kämpfen. Doch wir haben diesen Kampf leider verloren…Wir trauern um sie von ganzem Herzen und versprachen uns eine Sache: dass wir als Organisation mit eurer Unterstützung stets wachsen möchten, um eines Tages in Mostar auch gegen einen solchen Missbrauch bestimmter Hunderassen angehen zu können. Ein solcher Rassehund bestimmt sein Schicksal nicht selbst, sondern findet sich in der Lage wieder, in die ihn sein Züchter oder Besitzer gebracht hat…und unsere weiße, schöne Kleine „ohne Namen“ war eine kleine Unschuld, die sich über jede Streicheleinheit unserer Helfer vor Ort gefreut hat!…Wir sind so glücklich, dass sie Liebe erfahren durfte und so dankbar, dass die Tierschützerinnen vor Ort uns diese kleine Maus und ihre liebe Art vorgestellt haben. Wir denken an sie und setzen uns auch weiterhin ein für ein besseres Morgen, für schöne, unschuldige Tiere, wie sie eines war.

Streunerglück Profil