In einer Pflegestelle in 15938 Drahnsdorf. Blacky sucht noch eine passende Endstelle.

  • Rasse: Mischling

  • Geschlecht: Rüde, kastriert

  • geboren ca.: 12/2019

  • Größe und Gewicht: groß (ca. 60 cm)

  • Besonderheiten: Blacky fehlt das rechte Hinterbein.

  • Vermittlung zu Hunden: ja

  • Vermittlung zu Katzen: bedingt

  • Vermittlung zu Kindern: ab 12 Jahren

  • für Anfänger geeignet: s. »Besonderheiten«

Spaßvogel mit fünf Buchstaben? Blacky! Wo er auftaucht, fliegen ihm die Herzen zu. Und bisher hat er uns noch in jeder Hinsicht positiv überrascht. Vor allem mit seiner Zuversicht. Und mit seinem ausnehmend freundlichen Wesen.

Doch das war nicht nicht immer so. Denn Blacky war lange Zeit ein Unglücksrabe; verlassen, amputiert und unbeachtet. Monat um Monat harrte er in unserem Streunerdorf aus, freundlich, aber kaum nahbar. Eine Blackbox ohne Zugangscode – und ohne eine einzige brauchbare Anfrage.

So war es noch, als eine befreundete Tierschützerin uns das Angebot machte, Blacky in ihrer Pension aufzunehmen. Wie wir erkannte sie in ihm sein Potential. Nicht zum Wettkampfstrategen für den Weltrekord im Stabhochsprung oder Sprint über hundert Meter. Sondern für einen Hund, der eine faire Chance braucht. Und der sie besser zu nutzen weiß, als wir zu hoffen wagten.

So kam Blacky im Juli 2024 in Deutschland an, inspizierte sein neues Reich – und verkroch sich nicht etwa in einer Ecke. Stattdessen machte er die Bettenprobe und schlief sich erst mal aus. Als hätte er all die Monate nur davon geträumt, endlich bequem zu liegen.

Es folgten Tierarztbesuche, Physiotherapie, Schmerztherapie. Und Blacky? Er machte alles mit. Nicht weil er musste. Sondern weil er es konnte. Und er kann so viel mehr, als wir erwartet hatten. Vor allem vertrauen. Darauf dass seine Bezugsperson weiß, was ihm guttut. Und was er einfach braucht.

Wir sahen Blacky hinken, hoppeln, gehen und zuletzt rennen. Und nach und nach seinen Radius erweitern. Inzwischen geht er spazieren, auch wenn es nur 300 Meter sind. Und nach der langen Zeit der Einkehr steht ihm auf einmal die Welt offen. Dank Schmerz-, Physiotherapie, einer anatomisch angepassten Orthese – vor allem aber der unermüdlichen Zuversicht seiner Pflegemama, die auch kleinste Fortschritte ihres „Ani“ wie Meilensteine feiert.

Anakin, so wird er inzwischen genannt – ein Himmelsstürmer, der nur Starthilfe gebraucht hat. Von Menschen, die nicht seine Behinderung, sondern ihn gesehen haben. Und täglich weiter daran arbeiten, dass er ein weitgehend normales Leben führen kann.

Krasse Geschichte, krasser Typ. Für den wir nun ein echt krasses Zuhause suchen. Bei Menschen, die den eingeschlagenen Weg mit ihm weitergehen wollen. Die aber vor allem die Gelassenheit haben, ihn so zu akzeptieren, wie er ist. Die ihn wertschätzen und ihn mit ihrem Optimismus beflügeln können, auch weiterhin über sich hinauszuwachsen.

Ani ist kein Kuschelhund, wird er wohl auch nie werden. Und wenn er eines wirklich ablehnt, dann sind das Fotos. Aber er ist ein witziger, loyaler Freund, der das in ihn gesetzte Vertrauen zigfach zurückgibt.

Ein Haus mit Garten und ebenerdigem Zugang wäre Voraussetzung, damit er sich weiterhin autark bewegen kann. Und die Bereitschaft, alles zu tun, um seine neu gewonnene Beweglichkeit zu erhalten.

Ein Hund kann ihm das Ankommen erleichtern, sollte ihn aber nicht bedrängen. Kleine Kinder schließen wir aus.

An Ani zeigt sich, was guter Tierschutz erreichen kann. Mit Know-how, einem Konzept und vor allem jeder Menge Optimismus.

Anis Geschichte beeindruckt dich und du möchtest ihn kennenlernen? Dann melde dich und schick uns deine Bewerbung. Wir freuen uns auf deine Nachricht!

Blacky ist gechippt und geimpft.

Seine Geschichte:

„Man kann nicht alle Tiere der Welt retten, aber Blacky konnten wir retten!“

Als ich an meinem letzten Tag als Volunteer im Streunerdorf zum Hunde füttern auf die Straßen von Mostar ging, haben mich viele liebe und süße Hunde begrüßt und sich freudig auf das mitgebrachte Futter gestürzt. Einer dieser Hunde war „Blacky“. Im Gegensatz zu den anderen fitten Hunden, sah Blacky schrecklich aus. Er hatte eine dicke fette Beule am Bein und generell konnte er eines seiner Hinterbeine gar nicht mehr benutzen. Wahrscheinlich irgendwann mal vom Auto angefahren. Auch war er sehr dünn und gegenüber mir eher zurückhaltend und ängstlich. Schnell war klar, dass er zum Tierarzt muss, aber er war so skeptisch und ängstlich. Was hat er wohl schon alles durchmachen müssen? Er tat mir so unendlich leid. Ich hätte heulen können. Wenn er weiterhin hier auf der Straße bleibt, wird er früher oder später sterben. An dem Abend konnte ich ihn leider nicht mehr einfangen… Ich konnte kaum schlafen und habe die ganze Zeit gedacht, ich kann ihn doch nicht auf der Straße lassen… dennoch dort draußen sind noch mehr kranke Hunde… man sieht sie leider überall… man kann nicht immer alle retten. Doch ich wollte noch nicht aufgeben!

Am nächsten Tag dann also ein neuer Versuch. Wieder nichts. Es war zum Haare raufen. Wenn er doch nur wüsste, dass wir nur das Beste für ihn wollen. Mittags ein neuer Versuch. Endlich – ich hatte unglaubliches Glück. Er schlief mit ein paar anderen Streunern auf einer Wiese vor einer Firma. Ich legte ganz vorsichtig die Schlinge über den schlafenden Blacky, der tief und fest schlief. Als er dann aufschreckte, hatte ich ihn… aber er wollte nicht, wehrte sich, schnappte auch etwas um sich. Er wusste nicht, dass ich ihm nur helfen wollte. Leider mussten wir ihn ins Auto zerren, tragen war keine Option, da er einfach zu panisch war. Wir brachten ihn sofort zum Tierarzt.

Schnell war klar, dass das Bein wahrscheinlich nicht mehr zu retten ist. Es hieß aber weiterhin warten, bis er richtig untersucht werden kann. Ich setzte mich neben seinen Käfig. Er schaute so traurig. So, als ob er schon aufgegeben hätte. „Wir wollen dir nur helfen! Bald geht es dir besser, du wirst schon sehen“ flüsterte ich ihm zu. Am nächsten Tag dann die Ernüchterung. Die Tierärzte meinten, dass Blacky einen riesigen Tumor am Bein hat, wo die einzige Möglichkeit Amputation ist. Die Operation wäre aber erst vier Tage später möglich.

Eigentlich haben wir gerade gar keinen Platz mehr im Streunerdorf, es platzt momentan aus allen Nähten. Es wurde aber zum Glück trotzdem irgendwie Platz geschaffen – Emica macht es möglich, wie immer irgendwie! Ich war so erleichtert. Ich durfte ihn also noch am Nachmittag ins Streunerdorf bringen, damit er etwas zur Ruhe kommen konnte und nicht vier Tage beim Tierarzt in der Box sitzen muss. Wir wollten aber noch einmal auf Nummer sicher gehen und so brachte Emica Blacky am Montag nach Sarajevo, um das Bein noch einmal zu röntgen, um wirklich sicher zu gehen, dass Amputation die einzige Möglichkeit ist. Ich musste leider davor wieder zurück nach Deutschland fahren. Auch dieser Tierarzt bestätigte uns die Diagnose. Es wurde noch die Lunge geröntgt, um sicherzugehen, dass es noch nicht gestreut hat. Bisher sieht es gut aus. Daumen weiterhin drücken!!!

Sein Bein wurde amputiert und jetzt kann er endlich genesen. Im Streunerdorf wird er gepflegt und gehegt und bekommt alle Medikamente, die er benötigt.

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