In unserem Streunerdorf in Mostar. Blacky kann am 15.07. mit nach Deutschland reisen und sucht noch eine passende Pflege- oder Endstelle.

Beauty Blacky ist ein echter Kämpfer. Von unseren Tierschützern wurde er auf den Straßen Mostars mit einem tumorverseuchten Bein gefunden. So dick, dass er nicht mehr richtig laufen konnte. Total abgemagert und hinkend hat er skeptisch von uns Futter angenommen – dem Menschen voller Misstrauen gegenüber. Mensch, Blacky – was hast du wohl schon alles erlebt?

Nach dem Einfangen und der Amputation des Beines kann es nun endlich bergauf gehen. Von der Operation hat sich Blacky gut erholt und er kann ohne Probleme mit seinen drei Beinen durch die Welt gehen.

Zu seiner Bezugsperson im Streunerdorf hat Blacky mittlerweile eine tolle Beziehung aufgebaut. Auch wenn er Fremden nicht immer auf Anhieb traut und gerne erst mal hinterfragt, ob sie etwas im Schilde führen (wer kann es ihm bei seiner Vergangenheit verübeln?), so erkennen wir an seinem Verhalten gegenüber den ihm bekannten Gesichtern im Streunerdorf, dass er mit der richtigen Person an seiner Seite ein wunderbarer Begleiter sein wird. Der Schlüssel zum Erfolg ist hierbei Souveränität des Menschen, gepaart mit dem nötigen Fingerspitzengefühl.

Für Blacky wünschen wir uns daher eine erfahrene Familie, die ihm die Zeit gibt, die er benötigt. Auch sollte sein Haushalt barrierefrei sein, sodass er nicht groß Treppen laufen muss. Physiotherapie-Termine wären am Anfang wichtig, damit seine Muskulatur gestärkt wird. Ein großer Garten mit Haus außerhalb der Stadt wäre perfekt für Blacky, sodass er vor allem in der Eingewöhnungszeit hier Kondition aufbauen kann. Auch einen Ersthund könnten wir uns für Blacky gut vorstellen, der ihm vorlebt, dass wir Menschen ziemlich viele sehr gute Seiten an uns haben. 😉 Er hat es so verdient, ganz viel Liebe zu bekommen und ein glückliches Hundeleben zu führen.

Blacky ist gechipt, geimpft und kastriert und freut sich auf Anfragen, die ihm die Chance geben, die er verdient hat.

Seine Geschichte:

„Man kann nicht alle Tiere der Welt retten, aber Blacky konnten wir retten!“

Als ich an meinem letzten Tag als Volunteer im Streunerdorf zum Hunde füttern auf die Straßen von Mostar ging, haben mich viele liebe und süße Hunde begrüßt und sich freudig auf das mitgebrachte Futter gestürzt. Einer dieser Hunde war „Blacky“. Im Gegensatz zu den anderen fitten Hunden, sah Blacky schrecklich aus. Er hatte eine dicke fette Beule am Bein und generell konnte er eines seiner Hinterbeine gar nicht mehr benutzen. Wahrscheinlich irgendwann mal vom Auto angefahren. Auch war er sehr dünn und gegenüber mir eher zurückhaltend und ängstlich. Schnell war klar, dass er zum Tierarzt muss, aber er war so skeptisch und ängstlich. Was hat er wohl schon alles durchmachen müssen? Er tat mir so unendlich leid. Ich hätte heulen können. Wenn er weiterhin hier auf der Straße bleibt, wird er früher oder später sterben. An dem Abend konnte ich ihn leider nicht mehr einfangen… Ich konnte kaum schlafen und habe die ganze Zeit gedacht, ich kann ihn doch nicht auf der Straße lassen… dennoch dort draußen sind noch mehr kranke Hunde… man sieht sie leider überall… man kann nicht immer alle retten. Doch ich wollte noch nicht aufgeben!

Am nächsten Tag dann also ein neuer Versuch. Wieder nichts. Es war zum Haare raufen. Wenn er doch nur wüsste, dass wir nur das Beste für ihn wollen. Mittags ein neuer Versuch. Endlich – ich hatte unglaubliches Glück. Er schlief mit ein paar anderen Streunern auf einer Wiese vor einer Firma. Ich legte ganz vorsichtig die Schlinge über den schlafenden Blacky, der tief und fest schlief. Als er dann aufschreckte, hatte ich ihn… aber er wollte nicht, wehrte sich, schnappte auch etwas um sich. Er wusste nicht, dass ich ihm nur helfen wollte. Leider mussten wir ihn ins Auto zerren, tragen war keine Option, da er einfach zu panisch war. Wir brachten ihn sofort zum Tierarzt.

Schnell war klar, dass das Bein wahrscheinlich nicht mehr zu retten ist. Es hieß aber weiterhin warten, bis er richtig untersucht werden kann. Ich setzte mich neben seinen Käfig. Er schaute so traurig. So, als ob er schon aufgegeben hätte. „Wir wollen dir nur helfen! Bald geht es dir besser, du wirst schon sehen“ flüsterte ich ihm zu. Am nächsten Tag dann die Ernüchterung. Die Tierärzte meinten, dass Blacky einen riesigen Tumor am Bein hat, wo die einzige Möglichkeit Amputation ist. Die Operation wäre aber erst vier Tage später möglich.

Eigentlich haben wir gerade gar keinen Platz mehr im Streunerdorf, es platzt momentan aus allen Nähten. Es wurde aber zum Glück trotzdem irgendwie Platz geschaffen – Emica macht es möglich, wie immer irgendwie! Ich war so erleichtert. Ich durfte ihn also noch am Nachmittag ins Streunerdorf bringen, damit er etwas zur Ruhe kommen konnte und nicht vier Tage beim Tierarzt in der Box sitzen muss. Wir wollten aber noch einmal auf Nummer sicher gehen und so brachte Emica Blacky am Montag nach Sarajevo, um das Bein noch einmal zu röntgen, um wirklich sicher zu gehen, dass Amputation die einzige Möglichkeit ist. Ich musste leider davor wieder zurück nach Deutschland fahren. Auch dieser Tierarzt bestätigte uns die Diagnose. Es wurde noch die Lunge geröntgt, um sicherzugehen, dass es noch nicht gestreut hat. Bisher sieht es gut aus. Daumen weiterhin drücken!!!

Sein Bein wurde amputiert und jetzt kann er endlich genesen. Im Streunerdorf wird er gepflegt und gehegt und bekommt alle Medikamente, die er benötigt.

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Geschlecht: Rüde
Rasse: Mischling
Alter: ca. 2 Jahre (Januar 2022)
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