… erzählt von Jeanette und Oliver (und Rambo) aus Hamburg:

Am 16.04.2016 kam unser Kroate Rambo bei uns an. Seitdem war klar, dass unser nächster Urlaub in das Land geht, wo er herkommt. Wir buchten schlussendlich Trogir, knapp 20 Minuten weg von Split und dem „Animalis Center“. Wir wollten Spenden mitnehmen und Rambo’s Retter kennenlernen. Eine Woche bevor es losging, habe ich die Spenden eingesammelt. Diese bestanden ausschließlich aus Welpenfutter, da aktuell leider viele Welpen vor Ort sind.

Vielen Dank für die schnelle und einfache Abwicklung in Hamburg!

Nachdem wir die slowenisch/kroatische Grenze passiert hatten, waren die zurückgelegten Kilometer vergessen. Die Berge, das Meer und die Sonne (die in Hamburg rar ist 😉 ) ergaben einen traumhaften Blick. Am Abend haben wir uns für den nächsten Tag mit Sandra verabredet.

Freitagvormittag war es dann soweit, bei gefühlten 37 Grad waren wir am „Animalis Center“. Und schon wurden wir freudig und bellend begrüßt. Rambo war wohl etwas mulmig, wahrscheinlich dachte er, wir lassen ihn da…

Wir räumten schnell das Auto leer und dann ging es zu den Hunden. Alle kamen auf mich zu und wollten einfach nur gestreichelt und lieb gehabt werden. Es waren sehr viele Welpen und ein Großteil davon schwarz. Alle waren freundlich und neugierig. Nachdem ich gefühlt alle Hunde gestreichelt hatte, saßen wir noch eine Weile mit Sandra zusammen und sie erzählte uns von ihrer Arbeit mit den Hunden, der Hitze, dem Feuer und dem Leben der Kroaten. Sie erzählte uns auch, dass langsam ein Wandel in Kroatien Einzug hält und der Hund als Haustier gesehen wird und er gut versorgt wird.

Innerhalb von ein paar Tagen wurden über 20 Welpen gefunden oder vor dem Tor abgestellt, so dass die Kapazität schon längst erreicht ist. Ihr Tag startet schon sehr früh, mit sauber machen, alle füttern und alles was das Thema Hund und Tierschutz betrifft. Die lästige Bürokratie darf natürlich auch in Kroatien nicht zu kurz kommen. Im Gespräch erzählte sie uns, dass am Abend Volunteers kommen werden und wenn wir möchten, können wir gerne dazu kommen. Wir sagten zu und verabschiedeten uns fürs erste.

Gegen 18 Uhr waren wir da und der Sohn von Frau Dr. Filipovic begrüßte uns. Er war bereits über unseren Besuch informiert und freute sich sehr über das kennenlernen. Insgesamt waren wir ca. 14 Leute. Er erzählte viel über die Hunde und das Shelter im allgemeinen. Die Volunteers sind ein paar Wochen in Kroatien und kommen aus der ganzen Welt und sind für verschiedenste Organisationen tätig. Die internationale Zusammenarbeit zahlt sich aus, so dass das Shelter an Bekanntheit gewinnt. Die Arbeit hat für die Hunde den positiven Effekt, dass sie viel Kontakt zu den unterschiedlichsten Menschen haben können und die Menschen mit guten Erinnerungen verbinden. Für die jungen Menschen ist es eine schöne Abwechslung und natürlich haben sie auch viel Zuneigung zu verteilen. Sie machen auch immer Fotos der Hunde für die sozialen Medien und die Vermittlung.

Mit einer großen Leckerli-Tüte bewaffnet ging es dann zu den Hunden und es war wie am Morgen, fast alle kamen auf uns zu und wollten gestreichelt werden und natürlich ein Leckerli.

Die Hündin Sady kam nicht zur Gruppe, sie beobachtete das Treiben lieber aus der Ferne. Mit ein paar Leckerlis, ging ich langsam auf sie zu, da kam sie mir schwanzwedelnd entgegen und war sehr freundlich, ließ sich streicheln und freute sich über die Leckerlis. Miljenko, das schwarze kroatische Schaf, ein sehr zutraulicher Hund, der jedes Kraulen genoss und sich dafür auch gern hinlegt und die Pfoten in den Himmel streckt.Die vielen Welpen waren ca. 4 Monate jung, alle zutraulich, freundlich und freuten sich über jeden Kontakt. Alle waren einfach toll und aufgeschlossen.

Dr. Filipovic’s Sohn zeigte uns noch das restliche Shelter, die Quarantänestation und die Einzelzwinger. Wir holten aus den Einzelzwingern noch ein paar Welpen heraus, um Fotos für die Vermittlung zu schießen. Langsam stand auch hier der Abschied an. Dr. Filipovic’s Sohn bedankte sich nochmals für das Futter und dafür, dass wir Rambo ein schönes zu Hause schenken. Überhaupt bedankte er sich bei allen Pflege- und Endstellen in Deutschland und dem restlichen Europa, dass sie sich für einen Kroaten entschieden haben!!!

Vielen Dank für die vielen positiven, aber auch traurigen Eindrücke und für das Willkommen heißen! Wir sehen uns wieder! Der nächste Kroatien-Urlaub wird schon geplant. 🙂

Rambo haben wir natürlich wieder mit nach Hamburg genommen. 😉

Liebe Grüße senden euch
Rambo, Oliver und Jeanette