Kastrationsprojekte

Kastrationswochen
Leider können nicht alle unsere Tiere, die in der städtischen Veterinärstation zur Kastration aufgenommen werden, in ein neues zu Hause vermittelt werden. Eines unserer Hauptanliegen ist es daher, nachhaltig die Situation der Straßentiere in Mostar zu verbessern. Die Vermittlung von immer mehr Auslandstieren nach Deutschland ist auf Dauer keine Lösung. Kastrationen greifen an der Wurzel des "Problems" an. Jede Hündin kann zweimal im Jahr Junge bekommen, jedes Mal zwischen 4-8 Welpen. Sind davon die Hälfte wieder Hündinnen, die schon mit sechs Monaten ebenfalls Junge bekommen können, dann kann man sich vorstellen, wie die Population von Jahr zu Jahr größer wird. Aber nicht nur die Straßenhunde wollen wir kastrieren, sondern auch die Bevölkerung diesbezüglich aufklären, in der Hoffnung, dass sich einige bei den Projekten anschließen und ihre eigenen Tiere zur Kastration bringen.
Wir wollen mit unserem Ärzteteam ein- bis zweimal im Jahr nach Mostar fahren und eine Kastrationswoche durchführen. Die Straßenhunde und -katzen werden dann von Endo- und Ektoparasiten befreit und kastriert. Die kastrierten Tiere werden in Boxen gebracht, wo sie sich nach der Operation erholen können. Dann werden die Tiere in unserem System registriert und wieder auf die Straße gelassen. Ebenso werden die Tiere, die einen Besitzer haben, von unseren Tierärzten behandelt und geimpft. Die Tierärzte vor Ort können bei den Kastrationswochen unserem Team über die Schulter schauen und so geschult werden.

Vor jeder Kastrationswoche wird vor Ort eine Informationskampagne durchgeführt, um die Bevölkerung aufmerksam zu machen.

Wir wollen erreichen, dass den Tieren nicht nur heute und morgen, sondern auch noch in Jahren geholfen ist! Doch das funktioniert eben nur gemeinsam mit der Bevölkerung.

Sie können uns hierbei mit einer Geldspende unterstützen. Mit dem Vermerk "Kastrationsprojekt" fließt dieses Geld in die benötigten Materialien, Instrumente, Verband- und Nahtmaterial und Medikamente, die für die Operationen nötig sind. Ebenso werden davon das Informationsmaterial besorgt und die Transportboxen zur Überwachung nach der Operation bereitgestellt.

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