Bosnien & Herzegowina hat schon viele Jahre ein gültiges Tierschutzgesetz, das aber sehr schwammig formuliert war, viele Lücken ließ und auch eher schlecht als recht durchgesetzt wurde.
• »Züchter« hatten freie Hand, unter den widrigsten Umständen Hunde und Katzen zu produzieren.
• »Pensionen« und »Tierheime« waren oftmals grauenhafte Orte ohne irgendwelche Mindeststandards an Hygiene, Platz oder Ausstattung.
• Das Aussetzen von Haustieren wurde nicht weiter verfolgt.
Das sind auch genau die Punkte, an denen Streunerglück gemeinsam mit Animal Care Centar ansetzt: Änderungen in der Gesetzgebung herbeiführen, ein Umdenken in der Bevölkerung schaffen und Populationskontrolle durch Kastrationen.
Das Streunerdorf ist unser Heimathafen für all diese Aktivitäten. Denn ohne unser Tierheim wäre keine der Aktivitäten so richtig umsetzbar.
Die lokale Gesetzgebung im Kanton konnten wir durch viele gemeinsame Bestrebungen vor ein paar Jahren anpassen: Es wurden Mindeststandards für das Halten und Züchten von Haustieren definiert und eine Strafverfolgung für das Aussetzen dieser etabliert.
Das führte zu deutlich mehr Abgabeanfragen, zur Durchführung von Beschlagnahmungen und zum Einsatz der Feuerwehr bei in Not geratenen Tieren. Für alle diese Fälle braucht es das Streunerdorf, denn es ist das einzige genehmigte Tierheim in der gesamten Region. Die Zahl der Hunde und Katzen im Streunerdorf ist also immer an der Kapazitätsgrenze und unsere Warteliste lang.
Um in der Bevölkerung den richtigen Umgang mit Haustieren stärker zu verbreiten, gibt es nun Tierschutzunterricht an Schulen und Kindergärten. Regelmäßig besuchen diese Gruppen auch das Streunerdorf, um den verantwortungsvollen Umgang mit Hunden und Katzen zu erleben.
Kastrationen finden natürlich nicht im Streunerdorf statt – dennoch spielt das Streunerdorf eine große Rolle: Dadurch, dass täglich 2 bis 4 Straßenhunde kastriert werden, fallen auch deutlich mehr Hunde auf, die krank sind oder auf der Straße nicht gut zurechtkommen. Diese werden nach der Kastration selbstverständlich nicht wieder ausgesetzt, sondern brauchen ein Dach über dem Kopf.
Die Versorgung all unserer Schützlinge im Streunerdorf hat oberste Priorität. Bitte helft uns dabei und unterstützt uns!