Babesiose

Die Babesiose, umgangssprachlich auch Hundemalaria genannt, wird durch einen Zeckenbiss übertragen. Bei Katzen wird die Babesiose nur gelegentlich beobachtet. Babesien vermehren sich in den roten Blutkörperchen und zerstören diese. Relativ häufig kommt es zu einer Doppelinfektion mit Ehrlichiose. Die Inkubationszeit beträgt 10-21 Tagen.

Klinik: Die Symptome hängen vom Krankheitsverlauf ab, der perakut, akut, subakut, chronisch oder latent verlaufen kann. Beim akuten Verlauf kommt es zu Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und Schwäche. Die Schleimhäute sind blass bis gelblich. Häufig kommt es zu Fieberschüben  bis 42°. Der Urin zeigt eine rötlichbraune Farbe. Es kommt zur Freisetzung von Giftstoffen, die zu Organschäden der Nieren, Leber und Milz führen können, und somit zum Tode. Die perakute Form tritt vor allem bei jungen, kranken, geschwächten und alten Tieren auf. Häufig liegt eine Doppelinfektion mit Ehrlichiose vor, die von den gleichen Zecken übertragen werden kann. Diese Tiere sterben sehr schnell an Atem- und Kreislaufschwäche, sowie an inneren Blutungen. Beim chronischen Verlauf kommt es zum Gewichtsverlust, Teilnahmslosigkeit und Fieberschüben. Durch die chronische Leberbeteiligung kann es zu Gerinnungsstörungen mit Blutungen kommen, sowie zu einem an den Schleimhäuten darstellbaren Ikterus. In seltenen Fällen ist das zentrale Nervensystem beteiligt. Es gibt aber auch Hunde, die sich mit Babesien infiziert haben, aber keine Krankheitssymptome haben.

Diagnose: Durch eine Blutuntersuchung kann man nach ca. 10 Tagen eine Infektion feststellen.

Therapie: Die Behandlung erfolgt durch 2 Injektionen eines Medikamentes welches über eine internationale Apotheke bezogen werden kann im Abstand von 2 Wochen. Eine zusätzliche Gabe eines Antibiotikums, in der Regel über 3 Wochen, ist sinnvoll. Die Heilungschancen sind in der Regel sehr gut. Nur bei schwer erkrankten Junghunden kann es zu Komplikationen kommen. Auch bei dieser Erkrankung liegt das Hauptaugenmerk auf der Prophylaxe, damit es nicht zur Infektion kommt. Mittlerweile sind auch in Deutschland, vor allem im Rhein-Main-Gebiet, infizierte Zecken nachgewiesen worden.